Neuguineas Regenwald durch illegale Rodungen bedroht

2. März 2006, 16:18
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Edelhölzer landen in Europa und den USA - Druck von Konsumenten gefordert

Port Moresby/London - Der Regenwald auf der Insel Neuguinea ist nach Angaben der Umweltorganisation Forest Trends massiv von illegalen Rodungen betroffen. Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht sind es vor allem malaysische Holzunternehmen, die auch vor geschützten Regionen nicht halt machen. Die wertvollen Edelhölzer werden nach China exportiert und dort für den europäischen und US-amerikanischen Markt weiterverarbeitet.

Mangelnde Unterstützung

Dem Report "Logging, Legality and Livelihoods in Papua New Guinea" zufolge werden von der Regierung in Port Moresby nachhaltige Regenwaldprojekte nicht unterstützt. Waldmanagement biete keine langfristigen Vorteile für das Land und seine Leute, so die Antwort der Regierung. Umweltverbände haben schon in den vergangenen Jahren große Sorge über den Regenwald auf der Insel zum Ausdruck gebracht.

65 Prozent der Landfläche Papua Neuguineas ist von Regenwald bedeckt. Insgesamt sind es 29,6 Mio. Hektar Waldfläche. Die Regenwälder der tropischen Insel sind Heimat von Pflanzen und Tieren, die bisher zum Teil nicht erforscht sind. Erst vor zwei Jahren hatten Wissenschaftler des College of Pharmacy der University of Utah in den Wäldern nach neuen Heilmitteln gegen Infektionskrankheiten gesucht.

Druck von Konsumenten gefordert

Nach dem Bericht der Experten ist die Art und Weise wie der Kahlschlag in Neuguinea derzeit stattfindet, allerdings mehr als bedenklich: Die Arbeiter, die die Bäume fällen, kommen als Gastarbeiter ins Land. Die Erlöse für die Landbesitzer fallen äußerst dürftig aus. "Einzig und allein die Konsumenten können Druck ausüben und derartige Methoden stoppen", so der Bericht.

Die in Papua Neuguinea existierenden Gesetze zum Schutz der Umwelt würden ausreichen, die Regenwaldbestände zu sichern. Allerdings müssten die Gesetze vollzogen werden, argumentiert Forst Trends. Falls der derzeitige Trend weiter anhält, könnte der Regenwald in Papua Neuguinea in nur einer Dekade zerstört sein. Und damit würde die natürliche Ressource "Wald" verloren gehen. (pte)

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