Die Geheimwaffen der Linux-Community

29. März 2006, 10:37
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14. Mal hintereinander wuchs der weltweite Linux-Servermarkt zweistellig - Mit Xen und Samba 4 sollen Unix- und Windows Server in Pension geschickt werden

Um Kosten zu sparen und die Sicherheit zu erhöhen, setzen immer mehr Unternehmen auf Linux. So zeigt eine Studie der Marktforscher von IDC im Schlussquartal 2005 zum 14. Mal nacheinander ein weltweites Wachstum von Linux-Servern im zweistelligen Prozentbereich. Vor allem auf den Internet- und File/Print-Servern hat sich das freie Betriebsystem einen festen Platz erobert. Zusätzlich löst Linux viele kommerzielle Unix-Versionen ab.

Xen und Samba 4

Ein Wachstum das 2006, geht es nach den Linux-Marktführer Red Hat und Novell, verstärkt werden soll. Dabei setzen die Unternehme besonders auf die freie Virtualisierungs-Software Xen und Version 4 des den freien Windows Server Samba.

Mehr Auslastung der Hardware

Mit Xen können sich mehrere parallel laufende Betriebssysteme die Hardware-Ressourcen eines PC teilen. Red Hat erwartet, dass Virtualisierung in den kommenden Jahren in allen Rechenzentren Einzug hält. Dirk Kissinger, Senior Manager EMEA Marketing, zum WebStandard: "Die Vorteile liegen auf der Hand. Schon allein die Möglichkeit, die durchschnittliche Auslastung der Server von heute zwischen fünf und zehn Prozent auf 80 bis 90 Prozent zu steigern, spricht für sich."


Bild: Dirk Kissinger von Red Hat

Red Hat hat sich für die Integration von Xen entschieden, weil die Software "die beste Performance verspricht und von den Prozessor-Anbietern Intel und AMD unterstützt wird." Es ist geplant, Xen als integralen Bestandteil von Red Hat Enterprise Linux 5 zu veröffentlichen. Damit ist gegen Ende des Jahres zu rechnen.

Geheimwaffe der Open-Source Community

Samba gilt seit Jahren als Geheimwaffe der Open-Source Community. Mit der Software kann man einen Datei- und Druckservers für Windows-Clients aufbauen. Zentrale Neuerung in Samba 4: Die Software beherrscht auch das von Microsoft mit Windows 2000 eingeführte Anmeldeprotokoll/erweiterte LDAP Lösung "Active Directory" – ältere Version von Samba konnten lediglich das Domänenmodell von NT ersetzen. Mit dieser Neuerung in Samba 4 kann man aktuelle Windows-Server in Pension schicken.

Samba 4 existiert vorerst nur als Vorversion ("Technology Preview") , kann aber schon getestet werden. Die fertige Version wird vor Herbst dieses Jahres erwartet.

Longhorn Server

Laut IDC verkauften sich Ende des vergangen Jahres Windows-Server erstmals besser als Kommerzielle Unix-Versionen. Ein Trend der sich wohl auch weiter fortsetzen wird.

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