Hicke plädiert für Jahres-Meisterschaft

3. März 2006, 23:05
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"Durch derzeitige Doppel-Periodisierung geht zu viel Zeit für technische Entwicklung der Spieler verloren"

Wien - Die Kanadier, im Eishockey eine Großmacht, im Fußball nicht mehr als guter Durchschnitt, haben am Mittwoch im Länderspiel den Österreichern deutlich vor Augen geführt, dass sie nicht nur mit dem Puck umzugehen verstehen. ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger machte sich nach dem 0:2 seiner Truppe so seine eigenen Gedanken und brachte am Donnerstag den Jahresrhythmus für die heimische Bundesliga ins Spiel.

"Man sollte überlegen, ob man den Terminkalender ändern sollte oder ob es vernünftig ist, ihn in der derzeitigen Form beizubehalten und auf die Klimaveränderung zu warten", sagte Rapids Meistermacher anlässlich seiner Länderspiel-Nachbetrachtung in Wien. Eine Meisterschaft von März bis Mitte Dezember ohne Sommerpause würde vielleicht eine Verbesserung bedeuten. "Mit der Doppel-Periodisierung geht zu viel Zeit für die technische Entwicklung der Spieler verloren", argumentiert der 57-Jährige.

Trotz Rasenheizung und Kunstrasen herrschten während der kalten Jahreszeit keine guten Trainingsbedingungen, außerdem verliere Österreich durch Urlaub der Spieler, den sie natürlich brauchen, jedes Jahr zwei Wochen. "Eine Änderung des Terminkalenders würde mehr Trainingszeit unter guten Verhältnissen und auch mehr Stadionbesucher bringen", meint Hickersberger. In Saisonen mit EM- oder WM-Endrunden würde die Aktiven im Sommer frei bekommen. (APA)

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