168 Ex-Fiat-Manager müssen vor Gericht

3. März 2006, 09:36
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Arbeiter durch Arbeitsbedingungen schwer erkrankt

Rom - 168 ehemalige Manager der italienischen Autogruppe Fiat, darunter die Ex-Geschäftsführer Paolo Cantarella, Roberto Testore und Giancarlo Boschetti, müssen sich vor Gericht verantworten. 187 Arbeiter des Fiat-Werks werfen ihnen vor, durch Arbeitsbedingungen in den Werken von Turin Mirafiori zwischen 1992 und 2002 schwer erkrankt zu sein.

Die Arbeitnehmer seien jahrelang am Fließband zu Anstrengungen gezwungen worden, die gravierende Probleme mit Wirbelsäule, Schultern und Händen verursacht hätten. Viele von ihnen seien heute nicht mehr in der Lage zu arbeiten.

Die Anklage wird vom Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello vertreten, der auch die Anti-Doping-Ermittlungen gegen österreichische Biathleten und Langläufer führt. Der Prozess gegen die Ex-Fiat-Manager beginnt am 5. Oktober.

Fiat wiest die Vorwürfe zurück. Die Arbeitssysteme und die Produktionsorganisation seien mit den Gewerkschaften abbesprochen worden. Die Arbeitnehmerverbände behaupten dagegen, dass sich die Bedingungen bei Fiat deutlich verschlechtert hätten. (APA)

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