"Viennaartweek" mit Zweckoptimismus

9. März 2006, 14:00
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Künstlerischer Leiter: Bildende Kunst soll "kreativer Faktor" für "Opinion Leader" sein

Wien - Rund 600 internationale Kunstexperten, Kunsthändler, Museumsdirektoren, Künstler und Kritiker holt die "viennaartweek" bei ihrer zweiten Ausgabe von 4. bis 9. April nach Wien, um, so Martin Böhm, Präsident des veranstaltenden Art Cluster Vienna, "die Kunststadt Wien international zu präsentieren".

Donnerstag. Neu eingerichtet wurde heuer der mit 25.000 Euro dotierte "vienna artbook award", der zum Abschluss der "viennaartweek" im Liechtensteinmuseum vergeben wird und die "weltweit beste" Publikation über die Kunst der alten Meister auszeichnen wird.

"Kreativer Faktor" für "Opinion Leader"

Die "viennaartweek" soll "keine zweite Lange Nacht der Museen" für das kunstinteressierte Massenpublikum sein, sondern richtet sich an "Opinion Leader", betonte der künstlerische Leiter Robert Punkenhofer. Bildende Kunst soll dabei als "kreativer Faktor" Wiens gezeigt werden, betonte Böhm.

Die internationalen Experten werden in den 100 Einzelveranstaltungen etwa unter dem Motto "Private Time" von den Wiener Museumsdirektoren durch normalerweise nicht öffentliche Teile ihrer Sammlung und hinter die Kulissen der Wiener Kunstszene geführt, erhalten ein Preview auf die "viennafair"-Kunstmesse (6. bis 9. April) oder können einer der Paneldiskussionen beiwohnen.

"Forever Young ..." und "Time Lounge"

Deren Anzahl wurde von zwei bei der ersten "viennaartweek" auf heuer 15 Panels mit 70 Proponenten erhöht, das ORF-Radio Ö1 wird die Panels medial begleiten. Im Mittelpunkt stehen heuer Fragestellungen wie "The Love Of Old Masters - Fascination or Investment", "The Question of the City" oder "Forever Young - How Contemporary Should Museums Collect". Für informellere Kontakte wurde im Hotel Le Meridien eine "Time Lounge" eingerichtet.

Einige Programmpunkte stehen auch dem breiten Publikum offen, künstlerische Interventionen von u. a. Norbert Brunner oder Janine Gordon (alias "Jah Jah") wirken in die Öffentlichkeit. Zum dritten Mal vergeben wird der mit 2.000 Euro dotierte Birgit-Jürgenssen-Preis an der Akademie der Bildenden Künste (7. April). Eröffnet wird die "viennaartweek" am 4. April im Wiener MuseumsQuartier durch die für die Museen zuständige Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V).

Teil des "Art Cluster Vienna"

Die "viennaartweek" ist eine Initiative des 2004 gegründeten Art Cluster Vienna, eines Zusammenschlusses verschiedener Institutionen aus dem Bereich der Bildenden Kunst mit dem Ziel, eine für alle Gewinn bringende Verbindung von Kunst und Wirtschaft zu schaffen. In erster Linie zielt die Präsentationsplattform auf die Vernetzung internationaler Kunstfachleute mit der Wiener und mitteleuropäischen Kunstszene. Das Gesamtbudget der "viennaartweek" von 400.000 Euro wird zu 95 Prozent von Sponsoren getragen, die Stadt Wien und der Bund steuern fünf Prozent bei. (APA)

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