Premiere kämpft um Bundesliga im Internet

9. März 2006, 10:38
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Fehlende Infrastruktur bremst Web-TV

Eine Vielzahl der Premiere-Kunden wird auch dann auf die Bundesliga verzichten müssen, sollte ein Deal zwischen dem Abo-Sender und der Deutschen Telekom zustande kommen. Nach Angaben der Telekom ist für den Empfang der Fußballspiele über Internet-TV ein Zugang zum VDSL-Glasfasernetz erforderlich. Das Problem: VDSL gibt es bislang nur in zehn Großstädten Deutschlands. Analysten rechnen damit, dass die Telekom frühestens Anfang 2007 soweit sein wird, die DSL-Rechte zu verwerten. Zudem sei der Ausgang der laufenden Verhandlungen zwischen Premiere und dem Internetbetreiber weiterhin völlig offen.

Kooperation mit der Deutschen Telekom

Nachdem der Pay-TV-Sender im vergangenen Dezember das Rennen um die Bundesliga-Liverechte an die Kabelfirma Arena verloren hatte, bemüht sich Premiere nun angestrengt um eine Kooperation mit der Deutschen Telekom. Auf diesem Weg hofft der Sender, die Spiele doch noch zeigen zu können. Die Internetrechte waren für 45 Mio. Euro an die Telekom-Tochter T-Online verkauft worden. Allerdings braucht der Netzbetreiber eine Sendelizenz und somit einen Partner, um die Bundesliga auch ausstrahlen zu dürfen.

IPTV

Im Zuge der Verhandlungen zwischen Telekom und Premiere wird offenbar auch darüber geredet, ob in Zukunft Programme des TV-Senders über das IPTV der Telekom ausgestrahlt werden. Premiere-Chef Georg Kofler dachte bereits laut darüber nach, dass DSL mittelfristig eine Alternative zu Kabel und Satellit darstellen könnte. Für die Telekom würde sich bei einer Einigung mit den Premiere-Kunden ein neues Potenzial an DSL-Nutzern auftun. Seitens der Deutschen Telekom wollte man die Verhandlungen gegenüber pressetext nicht kommentieren. "Wir sprechen mit mehreren potenziellen Partnern, unter anderem auch Premiere", hieß es knapp. (pte(

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