Neuer "Stadtplan für Menschen ohne Wohnung"

2. März 2006, 19:44
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Heuer gab es den ganzen Winter über freie SChlafplätze

Wien - In den Wiener Obdachlosen-Einrichtungen hat es im heurigen Winter selbst in den kältesten Nächten noch freie Schlafplätze gegeben. Das erklärte Sozial- und Gesundheitsstadträtin Renate Brauner bei einem Besuch im Tageszentrum "Josi" in der U-Bahn-Station "Josefstädter Straße". Sie präsentierte dabei auch den neuen "Stadtplan für Menschen ohne Wohnung" des Fonds Soziales Wien (FSW).

Neuer Stadtplan

Der neue Stadtplan mit einer Auflage von 7.000 Stück ist als Unterstützung für jene Menschen gedacht, die schwer dazu zu bewegen sind, das Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe in Anspruch zu nehmen. Er besteht aus zwei Teilen, einem Stadtplan und einer Übersicht der Wiener Einrichtungen. Der Info-Teil umfasst 84 Adressen mit Telefonnummern und Öffnungszeiten sowie Hinweisen zum Beispiel über Aufnahmemodalitäten. Im Stadtplan sind sämtliche Einrichtungen eingezeichnet. Erhältlich ist er bei Hilfseinrichtungen, Sozialzentren und auch bei der Polizei.

"Bei uns muss niemand auf der Straße schlafen, weil es zu wenig Angebote gibt", so Brauner laut einer Aussendung. Von November 2005 bis Jänner 2006 seien im Bereich des langfristigen Wohnens im Schnitt 2.329 Plätze und für Notfälle durchschnittlich 240 Nächtigerplätze zur Verfügung gestanden. Damit sei das Angebot in den insgesamt 35 Einrichtungen so breit gefächert gewesen, dass es über den gesamten Winter hinweg jederzeit freie Kapazitäten gegeben habe.

Erfreulich ist laut Brauner auch, dass ein Drittel der Betroffenen es mit sozialarbeiterischer Unterstützung wieder schafft, dauerhaft in den eigenen vier Wänden leben zu können. "Der Teufelskreis Wohnungslosigkeit kann durchbrochen werden. Das ist ein Ausweis der sehr guten Arbeit der Wiener Wohnungslosenhilfe", erklärte die Stadträtin. (APA)

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