"Nacktschnecken" und "Freundschaft": ORF fördert vier Kinoprojekte

13. März 2006, 17:24
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1,06 Millionen Euro für zwei Spielfilme und zwei Dokus im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens

Mit rund 1,06 Millionen Euro Herstellungs- beziehungsweise Innovationsförderung unterstützt der ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vier neue Kinoprojekte. Gefördert wird neben zwei Dokumentationen die Verfilmung des 2004 mit dem Österreichischen Kleinkunstpreis ausgezeichneten Bühnenstücks "Freundschaft" von Rupert Henning und Florian Scheuba sowie der Spielfilm "Contact High", in dem Michael Glawogger die Hauptfiguren seines Films "Nacktschnecken" wieder auferstehen lässt.

Abrechnung mit der österreichischen Sozialdemokratie

Erwin Steinhauer und Drehbuchautor Rupert Henning, der mit "Freundschaft" (DOR Film) seinen ersten Spielfilm inszenieren wird, verkörpern auch im Film die Hauptrollen dieser satirischen Abrechnung mit der österreichischen Sozialdemokratie.

Verwechslungskomödie und Roadmovie

Glawoggers "Contact High", eine Koproduktion der Wiener Lotus Film mit der deutschen Boje Buck Filmproduktion, wird als skurrile Mischung aus Verwechslungskomödie und Roadmovie angekündigt: Mao, Hans, Max und Schorsch erleben auf der Jagd nach einer mysteriösen Tasche einen schrägen (Drogen-)Trip durch polnische Nächte. Die Hauptrollen übernehmen Michael Ostrowski, Raimund Wallisch, Pia Hierzegger, Georg Friedrich und Detlev Buck, das Drehbuch stammt von Ostrowski und Glawogger.

Rockmusik und der Zerfall der Sowjetunion

Die Dokumentation "Good Morning, Last Hero" von Elisabeth Guggenberger und Helmut Voitl, eine Produktion der Wega Film mit der deutschen Schwenk-Film als Koproduzent, beleuchtet den Einfluss russischer Rockmusik auf den Zerfall der Sowjetunion in den achtziger Jahren und porträtiert die Rockszene von den Sechzigern bis heute.

"Harte Mädchen weinen nicht"

Im Rahmen der Innovationsförderung wird schließlich Barbara Caspars Film "Harte Mädchen weinen nicht" über die 1997 verstorbene umstrittene New Yorker Schriftstellerin und Underground-Ikone Kathy Acker unterstützt, die mit ihren radikalen, sexuellen und politischen Büchern nicht nur zu Lebzeiten provozierte, sondern bis heute noch weltweit Kontroversen heraufbeschwört. Produzenten sind die Linzer Fischer Film gemeinsam mit der deutschen Cameo Film. (APA)

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