Kinder als Kamel-Jockeys verboten

8. März 2006, 16:05
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Jahrelang wurden aus armen Ländern Kinderjockeys in die Emirate geholt

Dubai/Kairo - Rund 1.000 Kinder wurden als Kamel-Jockeys in den Vereinigten Arabischen Emiraten missbraucht. Nach einer Gesetzesänderung, die den Einsatz von minderjährigen Jockeys verbietet, haben seit Juli 1.073 Kinder die Emirate wieder verlassen, berichtete die Tageszeitung "Gulf News". Lediglich 20 Buben würden noch in Heimen auf ihre Heimreise warten.

Jahrelang wurden die aus armen Ländern wie Sudan, Mauretanien, Pakistan und Bangladesch stammenden kleinen Jockeys in die Emirate geholt. Die meisten der Kinder waren von ihren Eltern über Mittelsmänner an die Rennställe verkauft worden, die sie wegen ihres geringen Gewichts und ihrer Geschicklichkeit schätzten. Als Menschenrechts- und Kinderschutzorganisationen gegen diese Form der Kinderarbeit protestierten, änderten die VAE die Gesetze.

Reiter bei Kamelrennen dürfen nun nicht jünger als 18 Jahre und nicht leichter als 45 Kilogramm sein. Außerdem müssen sie beim Innenministerium registriert werden. Da die Kamele schneller sind, wenn sie von einem leichten Jockey geritten werden, wird am Golf inzwischen mit Jockey-Robotern experimentiert. Kamelrennen sind neben der Falkenjagd der wichtigste traditionelle Sport auf der Arabischen Halbinsel.(APA)

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    Kinder als Reiter sind künftig verboten. Jockeys müssen nun über 18 Jahre und schwerer als 45 Kilogramm sein

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