Deutsche Telekom will nach Gewinnsprung höhere Dividende zahlen

9. März 2006, 10:25
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Im Gesamtjahr 2005 5,584 Mrd. Euro verdient - Vorstandschef Ricke: Hohe Dividende und Stellenabbau zwei Paar Schuhe

Die Deutsche Telekom hat im vierten Quartal 2005 Umsatz und operatives Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen gesteigert. Nach einem Gewinnsprung auch im Gesamtjahr will der Konzern den Aktionären nun eine höhere Dividende zahlen.

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Wie die Telekom am Donnerstag in Bonn mitteilte, stieg der Umsatz im Schlussquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich auf 5,2 Mrd. Euro von 4,7 Mrd. im Vorjahr. Analysten hatten im Durchschnitt für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 15,48 Mrd. Euro und einem bereinigten Ebitda von 5,1 Mrd. gerechnet.

Gewinn von 989 Mio. Euro

Unter dem Strich sei ein Gewinn von 989 Mio. Euro erzielt worden nach 1,7 Mrd. Euro im Vorjahresquartal, teilte die Telekom weiter mit. Im Gesamtjahr standen 5,584 (Vorjahr: 1,56) Mrd. Euro zu Buche.

An die Aktionäre sollen nach dem Willen des Vorstands 72 Cent je Aktie ausgeschüttet werden nach 62 Cent für 2004. Der Konzern bekräftigte zudem seine Geschäftsprognosen für das laufende Jahr und 2007.

Hohe Dividende und Stellenabbau zwei Paar Schuhe

Der massive Stellenabbau und eine hohe Dividende bei der Deutschen Telekom stehen nach Ansicht von Vorstandschef Kai-Uwe Ricke in keinem Zusammenhang. "Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe", sagte er am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Bonn. Die Dividende folge den Regeln der Betriebswirtschaft und des Kapitalmarktes, der Personalabbau erfolge wegen der technischen und regulatorischen Veränderungen. Die Telekom will sich bis Ende 2008 in Deutschland von 32.000 Beschäftigten trennen. (APA/Reuters)

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