Todessturz aus Schülerheim Oberschützen: Fall wird neu aufgerollt

3. März 2006, 13:32
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Mutter des 15-Jährigen will Beweise vorlegen, die gegen einen Unfall und für ein Fremdverschulden sprechen

Eisenstadt - Der Todessturz eines Schülers aus dem Bundesschülerheim in Oberschützen vergangenen November wird über Auftrag der Staatsanwaltschaft Eisenstadt neu aufgerollt, berichtet der "Kurier". Die Mutter des 15-Jährigen will laut "Kurier" nun Beweise vorlegen, die gegen einen Unfall und für ein Fremdverschulden sprechen. Der 15-Jährige ist laut damaligem Ermittlungsstand auf einen Mauervorsprung des Schülerheims geklettert und acht Meter tief abgestürzt. Der Schüler starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

In der Nacht in Computerraum geklettert

Nach den Erhebungen durch die Polizei war man davon ausgegangen, dass sich der 15-Jährige unerlaubterweise in der Nacht vom 5. zum 6. November Zugang zu einem Computerraum verschaffte hatte. Dazu solle er schon vorab ein Fenster präpariert haben und so in den PC-Raum gelangt sein.

Angesichts der versperrten Verbindungstüren soll der Schüler den Raum auch wieder durchs Fenster verlassen haben. Danach sei er auf einem acht Meter hohen Mauervorsprung entlang balanciert und in die Tiefe gestürzt. Erst nach Stunden wurde der Jugenliche mit schweren Kopfverletzungen von einem Anrainer gefunden. (APA)

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