Algerien will mehr als 2.000 ehemalige Kämpfer amnestieren

4. März 2006, 22:16
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Rundfunk: Häftlinge sollen "unverzüglich" freikommen

Algier - Algerien wird nach Angaben des Justizministeriums bald mehr als 2.000 ehemalige islamistische Kämpfer amnestieren. Die Freilassung basiere auf der Charta für Frieden und nationale Versöhnung, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwochabend in einem Interview im staatlichen Rundfunk. Dem Sender zufolge sollen die Häftlinge "unverzüglich" freikommen.

Der Schritt gilt als Test für die Fähigkeit der Regierung, das nordafrikanische Land zu stabilisieren. Bereits vor einigen Tagen hatte die Regierung eine Reihe von Amnestie-Maßnahmen in die Wege geleitet.

Die Häftlinge waren wegen ihrer Rolle in dem mehr als zehn Jahre währenden Konflikt in Algerien verurteilt worden, der 1992 begonnen hatte. Damals hatte die Regierung die Wahlen abgesagt, weil sie befürchtete, dass die Islamische Heilspartei (FIS) die Abstimmung gewinnen würde. (APA/Reuters)

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