Tausende demonstrieren gegen Bush

2. März 2006, 14:45
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Linke Parteien und Muslime mobilisieren - Parlamentssitzung musste nach Protesten unterbrochen werden

Neu Delhi - Nach einem Aufruf linker Parteien haben am Donnerstag mehrere tausend Menschen in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush protestiert. Auch in anderen Teilen des Landes kam es nach indischen Medienberichten zu Demonstrationen. Die linken Parteien, die die Minderheitsregierung von Manmohan Singh unterstützen, äußerten im Parlament heftige Proteste gegen die "imperialistische US-Politik". Die Parlamentssitzung musste unterbrochen werden.

Der kommunistische Abgeordnete Hannan Mollah sagte in der Sitzung: "Bush ist der größte Feind der Menschheit, der größte Mörder dieses Jahrhunderts." Vor der Ankunft Bushs hatten am Mittwoch bereits rund 100.000 Muslime gegen den Präsidenten protestiert. Bush war am Donnerstag bei seinem ersten Besuch in Indien mit Premierminister Manmohan Singh und Präsident A.P.J. Abdul Kalam zusammengekommen. Bush reist am Samstag weiter nach Pakistan. (APA/dpa)

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    Demonstration in Neu-Delhi

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