Das Missing-Kaffeehaus-Link

8. März 2006, 09:04
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In verwaisten Hallen des einstigen "Café Schubert" wurde wieder ein Kaffeehaus eröffnet

Dass seine Eltern hier ihr erstes Date hatten, hat Martin Dvoracek erst später erfahren. Aber das, meint der ehemalige Werbefilmer, sei "nur eine weitere Bestätigung gewesen, das Richtige zu tun". Nämlich in den verwaisten Hallen des einstigen "Café Schubert" wieder ein Kaffeehaus zu eröffnen. Und zwar zusammen mit seiner Frau, der Journalistin und Moderatorin Nina Riegler (ja, die Tochter von Am-Dam-Des-Ikone Ingrid R.) und dem Golf-Range-Developer Paul Rankine:

Seit kurzem betreibt das Trio auf der Währingerstraße das "Cafe Milano", und das, so die Neo-Gastronomen, soll "ein Missing Link zwischen Wiener Kaffeehaus, italienischer Trattoria und US-Coffeeshop sein". Soll heißen: Guter, aber günstiger Kaffee, Snacks und Futter - und alles auch zum Mitnehmen. Denkbar, so Dvoracek, seien "noch zwei Filialen". Freilich: Woran es liegt, dass Kreative und Medienmenschen so gerne vom Gast zum Wirt werden, weiß er selbst nicht. "Vielleicht, weil man da mit echten Menschen und realen Dingen zu tun hat: Eine Kaffeemaschine ist immer eine Kaffeemaschine - egal, wie großartig und überlegen man sich sonst auch gibt." (DERSTANDARD Printausgabe 2.3.2006)

  • Umsatteln auf einen Beruf in der Echtwelt: Rankine, Riegler und Dvoracek (v. li.) im "Café Milano".
    foto: rottenberg

    Umsatteln auf einen Beruf in der Echtwelt: Rankine, Riegler und Dvoracek (v. li.) im "Café Milano".

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