Penaltyschießen oder doch nicht?

1. März 2006, 23:09
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Noch keine definitive Entscheidung in Causa Shootout zwischen Vienna Capitals und VSV - Liga-Vorstand strebt einstimmige Lösung an

Wien - Die Entscheidung über den Ausgang der Partie Vienna Capitals - Villacher SV bzw. die weitere Vorgangsweise in dieser Causa wird vom Vorstand des Österreichischen Eishockey-Verbandes (ÖEHV) getroffen und soll bis spätestens Freitag Mittag fallen. Am (heutigen) Mittwoch wird es voraussichtlich noch keine Entscheidung geben.

"Ich möchte so schnell wie möglich eine Entscheidung", erklärte aber ÖEHV-Vorstandsmitglied und Wettspielreferent Peter Schramm.

Klarheit vor der letzten Runde

Laut ÖEHV-Auskunft werden die Unterlagen und Protokolle in den nächsten Tagen gesichtet, ehe die für die am Sonntag beginnenden Playoffs wichtige Frage endgültig geklärt werden soll. Am Freitag Abend steht die letzte Runde des Grunddurchgangs auf dem Programm, die Klubs sollen "Klarheit haben, wie sie in die letzte Runde gehen", so Schramm. Für befangen erklärt hat sich Vorstandsmitglied und EBEL-Strafsenatsvorsitzender Helmut Gartner, der somit nicht zur Entscheidungsfindung beitragen wird.

Damit bleiben zwölf Mitglieder, die mittels Telefonkonferenz beraten. Die Entscheidung soll möglichst einstimmig fallen, erklärte Schramm gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. "Wir wollen etwas Eindeutiges haben, weil es von allen getragen werden soll", so Schramm. Laut dem Tiroler könnte es auch "ohne weiteres möglich" sein, dass der Vorstand die Entscheidung des Senats bestätigt und somit ein neuerliches Penaltyschießen anordnet.

Einstweilige Verfügung

Das Landesgericht für Zivilrechtssachen (ZRS) hatte am Dienstag per Einstweiliger Verfügung entschieden, dass die Vienna Capitals nicht dazu verpflichtet sind, das neu angesetzte Penalty-Schießen gegen den Villacher SV durchzuführen. Die "Caps", die den VSV nach einem 4:4 in regulärer Spielzeit und Verlängerung im Penaltyschießen besiegt hatten, nachdem der slowakische Referee Jonak einen von Bousquet statt des notierten Lanzinger verwerteten Penalty aberkannt hatte, traten daraufhin nicht an.

Richter Mag. Eder hatte entschieden, dass der EBEL-Strafsenat unter seinem Vorsitzenden Helmut Gartner nach den Satzungen nicht zuständig war, die Entscheidung zu treffen, sondern der Referent des Melde-, Ordnungs- und Beglaubigungswesens (MOBW), der wiederum Gartner ist. Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga ist nämlich nicht in den Satzungen des Verbandes verankert, das hätte erst im Juni bei der Generalversammlung passieren sollen. Dem Antrag der Capitals, das Spiel gegen den VSV mit 5:4 zu beglaubigen, war vom Gericht nicht stattgegeben worden. (APA)

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