Kabel Deutschland nach neun Monaten mit schwarzen Zahlen

8. März 2006, 13:00
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Deutlich zugelegt habe die Zahl der Abonnenten bei den digitalen Programmpaketen

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland hat in den ersten neun Monaten 2005/2006 schwarze Zahlen geschrieben.

Unter dem Strich habe Kabel Deutschland einen Gewinn von 12,9 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Im Geschäftsjahr 2004/05 (per Ende März) war noch für den gleichen Zeitraum ein Verlust von 79,9 Millionen Euro angefallen. Bei einem relativ geringen Umsatzzuwachs auf 754,3 Millionen Euro von zuvor 750,8 Millionen Euro profitierte das Unternehmen einem Sprecher zufolge beim Ergebnis neben einer guten Kostenbasis auch von der Bilanzierungsumstellung auf IFRS von HGB. Der Umsatz pro Kunde (ARPU) habe sich auf um 1,3 Prozent auf 7,26 Euro erhöht.

Deutlich zugelegt habe die Zahl der Abonnenten bei den digitalen Programmpaketen. 177.000 Kunden hätten sich neu für das digitale Fernsehen entschieden und damit die Gesamtzahl auf über 400.000 erhöht. Gut angenommen würden auch Hochgeschwindigkeits-Internet und Telefon über das Fernsehkabel.

Trotz der höheren Ausgaben für die Einführung und Vermarktung dieser Angebote sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen und nicht cash-wirksamen Aufwendungen (bereinigtes Ebitda) um 2,4 Prozent auf 304,4 Millionen Euro gestiegen.

Kabel Deutschland betreibt die Kabelnetze in 13 Bundesländern und versorgt rund zehn Millionen TV-Haushalte in Deutschland. Strategie von Kabel Deutschland ist derzeit, das Unternehmen zu einem kompletten Anbieter für Fernsehen, Internet und Telefon auszubauen. (Reuters)

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