Wien ruft Taiwan und China zur Vertrauensbildung auf

9. März 2006, 14:20
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Auflösung des Wiedervereinigungsrats "nicht hilfreich"

Wien - Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft fordert angesichts der Verschärfung im Konflikt zwischen China und Taiwan beide Seiten auf, "Initiativen zur Förderung des Dialogs, der praktischen Zusammenarbeit und der Vertrauensbildung zu ergreifen." In einer Aussendung nannte die EU-Präsidentschaft am Mittwoch die Entscheidung des taiwanesischen Präsidenten Chen Shui-bian, den Nationalen Vereinigungsrat aufzulösen, "in Bezug auf die Aufrechterhaltung von Stabilität und friedlicher Entwicklung in der Straße von Taiwan nicht hilfreich".

Gleichzeitig nehme die EU aber "mit Befriedigung zur Kenntnis, dass Taiwan seine vergangenen Zusagen und seine Absicht, den Status Quo nicht zu ändern, wiederholt hat". Die EU sei "der festen Überzeugung, dass die Taiwanfrage durch Verhandlungen der betroffenen Parteien auf beiden Seiten der Straße von Taiwan friedlich gelöst werden sollte". (APA)

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