Österreicher essen deutlich weniger Hühner

1. März 2006, 18:54
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Konsum ist um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen

Wien - Die grassierende Vogelgrippe verleidet den Österreichern die Lust aufs Huhn. Seit Jahresbeginn ist der Konsum um 10 bis 15 Prozent zurückgegangen. Insbesondere ganze Hühner werden gemieden, Teilstücke hingegen schrecken die Käufer weniger ab. Auffallend sind auch die regionalen Unterschiede. Insbesondere die Steiermark, wo die ersten Vogelgrippe-Fälle in Österreich auftraten, blieben die Hendl unberührt, so die Agrarmarkt Austria (AMA) am Mittwoch vor Journalisten.

Ein Konsumrückgang zeichnete sich demnach bereits Ende des vergangenen Jahres ab, damals verzeichneten die Geflügelmäster ein Minus von fünf bis acht Prozent. An eine Gegenoffensive von Seiten der Agrarvermarkter wird derzeit nicht gedacht, erklärte AMA-Geschäftsführer Stephan Mikinovic. Eine Marketingkampagne würde jetzt "nicht viel bringen". Daran sei erst gedacht, wenn das Thema wieder etwas aus dem Tagesgeschehen verschwunden ist. Unabhängig von der Vogelgrippe will die AMA in den nächsten Wochen ein Qualitätsgütesiegel für Geflügelfleisch herausgeben, so Mikinovic.

Insgesamt ist der Geflügelverkauf 2005 um 0,5 Prozent auf 37.719 Tonnen gestiegen und erreichte einen Wert von 185 Mio. Euro.(APA)

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