PEN-Klub stützt "Jyllands-Posten" und Karikaturisten bedingungslos

3. März 2006, 14:30
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"Das ist ganz klar ein Fall für uns"

Kopenhagen - Der Internationale PEN-Klub hat den Kulturchef der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten", Flemming Rose, und die zwölf Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen auf seine Liste von Autoren gesetzt, die "bedingungslos unterstützt und geschützt werden". Das berichtete "Jyllands-Posten" selbst am Mittwoch unter Berufung auf die zuständige PEN-Sprecherin Cathy McCann in London. Rose und die Karikaturisten stehen seit Beginn der Protestwelle gegen die Zeichnungen wegen zahlreicher Morddrohungen unter Polizeischutz.

McCann sagte der dänischen Zeitung: "Das ist ganz klar ein Fall für uns." Man werde nun überwachen, ob die Betroffenen ausreichend Schutz erhalten. Im nationalen PEN-Klub in Dänemark hatte heftiger Streit um die Karikaturen zu einer massiven Austrittswelle geführt. Ein erheblicher Teil der Mitglieder lehnte die Veröffentlichung der Zeichnungen in "Jyllands-Posten" als bewusste Verletzung religiöser Gefühle und Verhöhnung der islamischen Minderheit in Dänemark ab. Andere Autoren waren unzufrieden mit der nach ihrer Meinung nur halbherzigen Unterstützung für die Meinungsfreiheit der unter massiven Druck geratenen Zeitung. Der PEN-Klub wurde 1921 unter anderem als Autorenvereinigung zum Schutz der Meinungsfreiheit gegründet. (APA/dpa)

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