Gesundheitsministerium: Weiterhin keine Gefahr durch Haustiere

6. März 2006, 15:55
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Keine Maßnahmen in Österreich für Hund und Katz - Infizierten Katze gilt als Einzelfall

Wien - Nach dem Fund einer mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infizierten Katze auf der Insel Rügen raten die Behörden in Deutschland innerhalb der Vogelgrippe-Sperrbezirke Katzen nicht mehr ins Freie zu lassen. Hunde sollten demnach an der Leine geführt werden. Das österreichische Gesundheitsministerium beruhigt jedoch: Es gebe keine Gefahr durch Haustiere, sagte Sprecher Christoph Hörhan. Bei der infizierten Katze in Deutschland handelt es sich nach Meinung des heimischen Ministeriums um einen Einzelfall.

Katze war nur H5N1-Virus-Träger

Zudem steht laut Hörhan noch gar nicht fest, ob das Tier tatsächlich an dem Virus gestorben ist, sicher sei lediglich, dass die Katze das H5N1-Virus in sich getragen hat. Untersuchungen sind nach Angaben aus Deutschland noch am Laufen. Dass Katzen, die den H5N1-Virus in sich tragen, an der Vogelgrippe sterben, davon sei nicht auszugehen, sagte Hörhan.

Tierarzt bei Nasenausfluss aufsuchen

Laut Experten ist bisher noch kein Fall bekannt, dass das Virus von der Katze auf den Menschen übertragen wurde. Bei Symptomen wie Nasenausfluss, Niesen oder erschwerter Atmung des Tieres sollten die Besitzer jedoch den Tierarzt aufsuchen. "Aber das machen fürsorgliche Katzenbesitzer sowieso", sagte Hörhan.

Man habe im Gesundheitsministerium Rücksprache mit Veterinärmedizinern gehalten. Für die Experten geht auch weiterhin keine Gefahr von Haustieren aus. In Laborversuchen wurde gezeigt, dass infizierte Katzen nicht genügend Viren ausscheiden, um andere Katzen oder auch Menschen anzustecken. Deshalb werde es in Österreich keine Maßnahmen für die heimischen Haustiere geben, sagte Hörhan. (APA)

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