Frauen in Europa eher arbeitslos als Männer

6. März 2006, 13:32
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EU-Durchschnitt der Erwerbslosenquote bei Frauen bei 9,8 Prozent - In Österreich 5,6 Prozent der Frauen arbeitslos

Wien/Wiesbaden - Frauen sind in Europa immer noch häufiger arbeitslos als Männer. In den 25 Mitgliedstaaten der EU lag die durchschnittliche Erwerbslosenquote der Frauen bei 9,8 Prozent, die der Männer hingegen nur bei 7,9 Prozent. In Österreich betrug die Arbeitslosenrate bei Frauen 5,6 Prozent, bei Männern jedoch "nur" 4,8 Prozent. Das besagt eine Statistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden.

USA: Keine messbaren Unterschiede

In den USA gibt es bei der Arbeitslosigkeit keinen messbaren Unterschied zwischen den Geschlechtern (je 5,1 Prozent), in Japan mit 4,2 Prozent bei den Frauen und 4,6 Prozent bei den Männern nur einen geringen. In Europa ist der Gegensatz zwischen Männern und Frauen im Süden besonders stark ausgeprägt. In Griechenland war der Erwerbslosenanteil bei Frauen mit 15,5 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei Männern (6,2 Prozent). In Spanien waren 12,2 Prozent der Frauen, aber nur 7,1 Prozent der Männer arbeitslos.

Niedrige Arbeitslosenquoten

Am geringsten waren die Unterschiede in Dänemark, Finnland, Schweden und den Niederlanden. Diese Länder wiesen generell eher niedrige Arbeitslosenquoten auf. In England, Irland, Estland und Lettland waren Frauen im Jahr 2005 sogar etwas seltener erwerbslos als Männer.

Die Beschäftigungsquote war laut Eurostat für Frauen deutlich niedriger als für Männer, nämlich 56 Prozent für Frauen und 71 Prozent für Männern im zweiten Quartal 2005. In Österreich betrug der Vergleichswert 61,7 Prozent für Frauen und 75,1 Prozent für Männer. EU-weit lag die Frauenbeschäftigungsquote zwischen 34 Prozent in Malta und 71 Prozent in Dänemark und Schweden. Im Durchschnitt arbeitet ein Drittel aller erwerbstätigen Frauen in der EU Teilzeit, verglichen mit nur 7 Prozent der Männer. (APA, dpa)

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