US-Behörden durften Kubaner nicht abschieben

2. März 2006, 17:04
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"Wet Foot, Dry Foot"-Regelung gültig - 15 Flüchtlinge wurden auf Brücke bei Miami entdeckt

Miami - Ein Richter in Miami hat am Dienstag entschieden, dass die Abschiebung von 15 Kubanern in ihre Heimat durch die US-Behörden unrechtmäßig war. Die Flüchtlinge, die Anfang Jänner auf einer Brücke bei Miami entdeckt wurden, hätten amerikanischen Boden erreicht, sagte Richter Federico Moreno.

Eine US-Regelung namens "wet foot, dry foot", (Nasser Fuß, trockener Fuß) sieht vor, dass illegale kubanische Einwanderer, die das Festland der USA erreichen, dort aufgenommen werden. Wer jedoch auf offenem Meer, also quasi mit "nassen Füßen", aufgegriffen wird, wird nach Kuba abgeschoben.

Im Fall der auf einer Brücke entdeckten Flüchtlinge hatten die US-Behörden erklärt, die Kubaner hätten kein Festland im Sinne des Gesetzes erreicht. Richter Moreno rief nun die Behörden auf, alles zu tun, damit die Abgeschobenen in die USA zurückkehren könnten. (APA)

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