Jordanien: Gefängnismeuterei endete unblutig

2. März 2006, 14:16
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15 Beamte vorübergehend von rebellierenden Gefangenen festgehalten

Amman - Bei einer Gefängnismeuterei in Jordanien sind am Mittwoch insgesamt 15 Beamte des Innenministeriums vorübergehend von rebellierenden Gefangenen festgehalten worden. Nach Verhandlungen ließen die Meuterer, unter ihnen vor allem zum Tode verurteilte Terroristen, nach und nach alle Geiseln wieder frei, wie der Vizechef der Sicherheitsabteilung, Generalmajor Ali Khalidi, im staatlichen Fernsehen sagte. Kein einziger Schuss sei abgefeuert worden.

Nach Angaben von Innenminister Eid al-Fayes war unter den festgehaltenen Beamten und Polizisten auch der Leiter des Gefängniswesens, Saad Ajrami. Die Mitarbeiter des Ministeriums hatten sich in der Nacht zum Mittwoch zu Verhandlungen in das Juweida-Gefängnis bei Amman begeben. Die Meuterer verlangten den Angaben zufolge die Zusammenlegung mit inhaftierten Freunden sowie bessere Haftbedingungen.

Ein hoher Sicherheitsoffizier sagte im Fernsehen, die Aufständischen seien mit Knüppeln und Eisenstangen vorgegangen. Mit eingeschmuggelten Handys hätten sie versucht, weitere Meutereien in anderen Gefängnissen des Landes anzuzetteln. (APA/dpa)

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