Deutsche Mediziner und Metaller streiken für mehr Geld

14. März 2006, 16:40
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Protestaktionen in zwölf der 16 Bundesländer - 30 Prozent mehr Gehalt gefordert

Wien - Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern haben am Mittwoch in der Früh in zahlreichen deutschen Bundesländern die Arbeit niedergelegt. Mit Warnstreiks und Protestaktionen in insgesamt zwölf Ländern will die Ärzteorganisation Marburger Bund vor den Tarifverhandlungen am Freitag den Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) erhöhen. Etwa 40 Kliniken sind betroffen. Die Notfallversorgung soll gesichert werden. Die Ärzte fordern 30 Prozent mehr Gehalt. Im Gegenzug wollen sie flexiblere und zum Teil längere Arbeitszeiten akzeptieren.

Metallergewerkschafter wollen mobilisieren

Auch die Metallergewerkschaft will in den nächsten Tagen mobil machen. Ihre Forderung: Fünf Prozent mehr Einkommen. Die Arbeitgeber halten eine Lohnsteigerung von höchstens 1,2 Prozent für angemessen. Warnstreiks sind bei Autobauer- und Zulieferfirmen in Stuttgart in Baden-Württemberg angesetzt. Für Vertragsabschlüsse ist die Region im Südwesten Vorbild. Gibt es keine Einigung, will die IG Metall die Warnstreiks Ende des Monats auf andere Bundesländer ausdehnen. (APA/dpa/Red)

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