Umfrage: Mehrheit der US-Soldaten im Irak für baldigen Abzug

6. März 2006, 22:06
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Saddam Husseins Unterstützung von Terror für 85 Prozent der Befragten wichtigster Kriegsgrund

Washington - Die große Mehrheit der US-Soldaten im Irak wünscht einen baldigen Abzug ihrer Armee. 72 Prozent der befragten Soldaten befürworten einen Abzug innerhalb eines Jahres, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Erhebung von Zogby International und Le Moyne College hervorgeht. Nur 23 Prozent stimmten der Aussage von US-Präsident George W. Bush zu, die US-Truppen sollten "so lange wie nötig" bleiben.

Am weitesten verbreitet war der Wunsch nach einem Abzug binnen eines Jahres unter Reservisten: 89 Prozent äußerten sich dementsprechend. Am niedrigsten war der Wert unter der Eliteeinheit der Marineinfanteristen mit 58 Prozent. Für die Umfrage wurden 944 Soldaten in persönlichen Gesprächen befragt.

Unterstützung von Terror

58 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten eine klare Vorstellung von der Mission der US-Streitkräfte im Irak. 42 Prozent der US-Soldaten meinten dagegen, sie hätten nur eine vage Idee davon oder wüssten die Aufgabe gar nicht zu definieren.

Für die überwiegende Mehrheit (85 Prozent) war der wichtigste Grund für den Einmarsch, die "Rolle von Saddam Hussein bei den Attentaten vom 11. September" 2001 zu rächen. Für gut drei Viertel der Befragten ging es ferner darum, dass der frühere irakische Präsident nicht mehr die Terrororganisation Al Kaida "schützte". Für lediglich knapp ein Viertel der US-Soldaten ist das Einführen einer Demokratie im Irak als Vorbild in der arabischen Welt einer der wichtigsten Kriegsgründe gewesen. (APA)

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