US-Soldaten: Jeder Dritte psychisch belastet

2. März 2006, 13:04
2 Postings

US-Ärzteverband veröffentlicht neue Studie

Washington - Rund jeder dritte US-Soldat muss sich nach der Rückkehr von Kampfeinsätzen im Irak psychologisch behandeln lassen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die in der März-Ausgabe des Fachjournals "Jama" des Amerikanischen Ärzteverbandes veröffentlicht wurde.

Danach ist die Verbreitung von psychologischen Problemen unter US-Soldaten im Irak höher als beispielsweise in Afghanistan oder anderen Einsatzorten. Von rund 223.000 Irak-Veteranen haben sich der Studie zufolge 31 Prozent mindestens ein Mal im ersten Jahr nach dem Kampfeinsatz ambulant behandeln lassen. Acht von zehn Soldaten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen hätten getötete oder verwundete Personen gesehen oder direkt an Kämpfen teilgenommen.

Nach Angaben des Fachblattes haben bereits frühere Studien über Kampfeinsätze in bewaffneten Konflikten gezeigt, dass es unter anderem ein höheres Risiko von Posttraumatischen Störungen, schweren Depressionen, Drogenmissbrauch und Funktionsstörungen im Arbeitsleben oder sozialen Belangen gibt. (APA/dpa)

Share if you care.