Gefahr für Menschen möglicherweise gestiegen

1. März 2006, 18:54
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Nachdem sich Katze auf Rügen mit H5N1-Virus infizierte, müsse man "die Gefahr neu bewerten"

Leipzig - Der Chef des deutschen Tierärzte-Bundesverbandes, Hans-Joachim Götz, hat vor einer eventuell gestiegenen Vogelgrippe-Gefahr für den Menschen gewarnt. Der Tierärzte-Präsident sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwoch-Ausgabe), nachdem sich eine Katze auf Rügen mit dem H5N1-Virus infiziert habe, müsse jetzt "sehr genau geprüft werden, ob künftig auch eine Übertragung von Katze auf Katze möglich ist oder sogar von Katze auf Mensch".

Bisher habe man angenommen, "dies sei nicht möglich". Jetzt müsse man allerdings die Befunde abwarten. "Man muss dann die Gefahr neu bewerten."

Tests in Niederlanden

Die Aussagen des Loeffler-Instituts, dass die Gefahr, die von Haustieren ausgehe, gering sei, beruhe auf früheren Versuchen in den Niederlanden. "Da mussten die Katzen hohe Mengen Viren aufnehmen, um angesteckt zu werden. Die Infektion verlief glimpflich, Viren wurden kaum ausgeschieden." Möglicherweise müsse man sich von Entwarnungen, die auf diesen Testergebnissen beruhen, aber bald verabschieden. (APA/dpa)

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