Reger Briefverkehr im Kanzleramt

2. März 2006, 15:39
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ÖGB-Jugend schreibt Schüssel

Wien – Der Lehrlingsbrief, den Kanzler Wolfgang Schüssel vor zwei Wochen an über 120.000 Lehrlinge schickte, hat die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) auf die Idee gebracht, ihrerseits etwas zum "verstärkten Postaufkommen" zwischen Ballhausplatz und Wahlvolk beizutragen.

Wie berichtet, hatte Schüssel gemeinsam mit Vize Hubert Gorbach (BZÖ), Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) und Finanzminister Karl-Heinz Grasser Lehrlinge zum "lehrlings event 06" in eine der sieben Filialen der Discothek "Nachtschicht" samt Gratisgetränk (alkoholfrei) und Liveband eingeladen.

In einem offenen Brief an Schüssel fragt ÖGJ- Vorsitzender Jürgen Eder nun an, ob das Kanzleramt ihnen nicht jene 120.000 Adressen zur Verfügung stellen könnte – denn auch sie hätten Post zu verschicken. Soeben sei das ÖGJ- Nachschlagewerk "Was du unbedingt wissen solltest" neu aufgelegt worden, in dem Lehrlinge über ihre Rechte und Pflichten informiert werden. Eder schreibt: "Wir sind sicher, dass Sie ebenso wie wir der Meinung sind, dass diese Information für die Lehrlinge von höchster Wichtigkeit sind und rechnen daher fix mit Ihrer Unterstützung" – abseits eines Gratisgetränks. (tó , DER STANDARD, Print, 1.3.2006)

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