Seit EU-Erweiterung fast 350.000 Osteuropäer nach Großbritannien gegangen

8. März 2006, 17:28
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59 Prozent der Einwanderer kamen aus Polen - Zuwanderung zuletzt rückläufig

London - Seit der Erweiterung der Europäischen Union im Mai 2004 haben sich fast 350.000 Osteuropäer in Großbritannien niedergelassen. Die meisten von ihnen, nämlich 59 Prozent, seien aus Polen nach England gekommen, teilte das Innenministerium in London am Dienstag mit.

Wieder rückläufig

Insgesamt gehen mittlerweile aber weniger Osteuropäer nach Großbritannien, um dort zu arbeiten: In der zweiten Jahreshälfte 2005 hätten sich 50.000 Menschen aus den neuen EU-Staaten in England niedergelassen, während es im Halbjahr zuvor noch 61.000 gewesen seien, heißt es in dem Bericht. Nur drei von 15 Ländern der alten EU - neben dem Vereinten Königreich auch Schweden und Irland - hatten nach der Erweiterung ihren Markt ohne Beschränkungen für osteuropäische Zuwanderer geöffnet.

EU-Beschäftigungskommissar Vladimir Spidla, der frühere tschechische Regierungschef, hatte im Februar gesagt, dass die drei Länder ein starkes Wachstum hätten und die Arbeitslosigkeit dort wenigstens gleich geblieben, wenn nicht sogar gesunken sei. Die von zwölf der alten Mitgliedstaaten verhängten Beschränkungen für den Zuzug von Arbeitnehmern sind zunächst bis zum 30. April 2006 befristet, können aber zunächst um weitere drei Jahre verlängert werden. (APA/AFP)

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