Neue Triennale-Chefin setzt auf Grenzüberschreitungen

7. März 2006, 12:12
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Marie Zimmermann, Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen, übersiedelt 2007 an die Ruhr

Düsseldorf - Die designierte Intendantin der RuhrTriennale, Marie Zimmermann (50), setzt bei dem Kulturfest an der Ruhr auf mehr Grenzüberschreitungen.

Das von ihr 2008 bis 2010 verantwortete Festival solle sich stärker "im Grenzland zwischen Darstellender und Bildender Kunst" bewegen, sagte die derzeitige Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen am Donnerstag in Düsseldorf bei der offiziellen Bekanntgabe ihres Wechsels. Damit unterscheide sich die kommende Triennalen-Staffel von den bisherigen, überwiegend auf Bühnendarbietungen konzentrierten Jahren unter den Intendanten Gerard Mortier und dem bis 2007 amtierenden Jürgen Flimm.

Melodien und majastätischer Auftritt

Zum Ende ihres Wiener Engagements 2007 wolle sie ins Ruhrgebiet umziehen, um die Region besser kennen zu lernen, sagte Zimmermann: "Jede Landschaft hat eine Melodie, auf die man hören muss. Es dauert etwas, bis man sie versteht." Die Triennalen-Spielstätten in alten Industriehallen "haben mich erschlagen, wegen ihres majastätischen Auftritts", sagte Zimmermann. Diese Orte erforderten "kongeniale" Inszenierungen.

Der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH als Triennale-Träger hatte die aus Simmerath bei Aachen stammende und seit 2001 in Wien tätige Bühnenfrau am vergangenen Freitag einstimmig zur künftigen Intendantin gewählt. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Kulturstaatsministers Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff war man durch das von ihr verantwortete Festival "Theater der Welt" 2005 in Stuttgart auf Zimmermann aufmerksam geworden. (APA/dpa)

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