Experten fordern "lückenlosen" Kampf

1. März 2006, 12:34
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Netz leistungsfähiger Laboratorien zum raschen Virus-Nachweis

Tierärzte aus ganz Europa haben einen "lückenlosen" Kampf gegen das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 samt finanzieller Hilfen für die ärmeren Länder gefordert. "Wenn auch nur ein Land sich nicht daran beteiligt, gefährdet es den Rest des Planeten", sagte der Generaldirektor der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), Bernard Vallat, am Dienstag nach einem Expertentreffen in Paris.

Netz leistungsfähiger Laboratorien

Vor allem müsse ein Netz leistungsfähiger Laboratorien zum raschen Nachweis des aggressiven Virus H5N1 vorhanden sein, erklärte Vallat. "Das ist im östlichen Teil Europas noch nicht der Fall." Ein solches Laborzentrum könne beispielhaft im russischen Wladimir gebaut werden. Die OIE-Verantwortlichen sehen es nach ihrem zweitägigen Treffen als eine Aufgabe zur Abwehr der Vogelgrippe an, die Länder am Rand Europas als Schutzschild zu betrachten und ihnen bei der Vernichtung erkrankter Vögel und bei der Desinfizierung der Ställe zu helfen.

"Absolute Transparenz"

Die Experten aus 50 Ländern halten eine "absolute Transparenz" bei den Funden kranker Vögel für notwendig. Um diese zu fördern, sollten keine Handelssanktionen bei Geflügelexporten für Länder verhängt werden, in denen erkrankte Wildvögel aufgefunden worden seien. "Ein größeres Problem für Europa" droht nach der Einschätzung des UN-Fachmanns für Tierkrankheiten, Joseph Domenech, wegen des sich möglicherweise in Afrika weiter verbreitenden Vogelgrippevirus H5N1. (APA)

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