Film: "Wiener Damenhaft"

1. März 2006, 11:33
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Ein von M. Spiegel "nie geführtes Gespräch" prominenter Frauen - Zu sehen in der Wiener Urania

"WIENER DAMENHAFT" - ein Film M.Spiegel, ist ein nie geführtes Gespräch zwischen Johanna Dohnal, Lotte Ingrisch-Einem, Edith Klestil, Freda Meissner-Blau, Dr.in Maria Schaumayer, Lotte Tobisch-Labotyn und Emmy Werner über weibliche Wege im Wien des 20. Jahrhunderts.

Inhaltliches

Die sieben zu ihrem Leben befragten "Damen" - oder solche, die es nie werden wollten - erzählen über ihre eigenen Lebenswege durch die letzten 60 Jahre.

Der Titel "Wiener Damenhaft" darf als ironischer Leitfaden durch die exemplarischen Lebensgeschichten verstanden werden. Und er ist auch Hinweis darauf, nicht der Versuchung zu verfallen, Frauengeschichte und Frauenbilder unreflektiert in ein Bild geschlechtlicher Vordergründigkeit zu ordnen oder gar an DER (einzigen, tradierten) Frauenrolle gedanklich festzuhalten.

Die individuelle Identifikation oder bewusste Ablehnung der jeweiligen Interviewten als gesellschafts-/ schichtspezifischen Teilaspekt von Weiblichkeit und das verhaftet Sein oder verhaftet Werden in medialen Weiblichkeitsklischées werden hinterfragt. Die Gegensätzlichkeit der verschiedenen Persönlichkeiten wie der verschiedenen Selbstbilder versuchen die Vielfältigkeit von weiblichem Selbstverständnis der Kriegs- und Nachkriegsfrauengeneration an Hand öffentlich gelebter Lebensentwürfe zu illustrieren.

Im Anschluss an den Film folgt eine Publikumsdiskussion mit der anwesenden Regisseurin. Die Moderation übernimmt Ursula Kubes-Hofmann vom Rosa-Mayreder-College. (red)

08.03.2006
19.00 Uhr
Dachsaal der Wiener Urania
Moderation: Ursula Kubes-Hofmann
Eintritt frei
  • Artikelbild
    foto: rosa mayreder college
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