Bangladesh: 21 Islamisten wegen Bombenserie zum Tod verurteilt

3. März 2006, 09:37
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Drei Menschen starben im August des Vorjahres

Dhaka - Ein Gericht in Bangladesch hat am Dienstag 21 Islamisten wegen Beteiligung an mehr als 400 fast zeitgleichen Anschlägen im vergangenen Jahr zum Tod durch Erhängen verurteilt. Das Gericht im südwestlichen Distrikt Jhenidah sah es als erwiesen an, dass die 21 Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren als Mitglieder der Extremistengruppe Jamayetul Mujahideen Bangladesh (JMB) am 17. August Sprengsätze zündeten.

Bei den Explosionen der relativ kleinen Bomben in zahlreichen Städten und Ortschaften des Landes waren damals drei Menschen getötet worden. An den Anschlagsorten waren Flugblätter der verbotenen radikalislamischen JMB gefunden worden, in denen die Einführung des islamischen Rechts der Scharia in Bangladesch gefordert wurde. Das 140 Millionen Einwohner zählende Bangladesch hat die drittgrößte moslemische Bevölkerung weltweit. (APA)

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