Versammlungs-Freiheit für Russlands Lesben und Schwule

2. März 2006, 11:43
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Homosexuelle Initiative Wien und Grüne Andersrum protestieren gegen Verbot der Regenbogen-Parade in Moskau

Der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hat mehrfach angekündigt, die für 27. Mai 2006 im Rahmen des fünftägigen lesbisch/schwulen Festivals "Moscow Pride 06" geplante Regenbogen-Parade nicht zu genehmigen. Die Untersagung der Parade wäre eine schwerwiegende Verletzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit, das sowohl durch die russische Verfassung als auch alle Menschenrechtskonventionen garantiert wird. Luschkow begründet seine Ablehnung mit der negativen Einstellung der Bevölkerung.

Mittlerweile haben sich sowohl der russisch-orthodoxe Patriarch, der muslimische Mufti und der jüdische Rabbi von Moskau vehement gegen die Parade ausgesprochen. Groß-Mufti Talgat Tajuddin hat sogar dazu aufgerufen, die ParadenteilnehmerInnen gewaltsam von der Straße zu prügeln und zu töten. Diese Einschränkung der Menschenrechte von Lesben und Schwule durch reaktionäre Politiker und religiöse Führer soll nicht hingenommen werden. Deshalb werden am 2. März in zahlreichen Städten wie Berlin, London, Paris, Stockholm, Warschau und Wien Demonstrationen gegen das angekündigte Verbot der Moskauer Parade stattfinden.

Ausführliche Informationen unter www.gayrussia.ru/en. (red)

02.03.2006
11.30 – ca. 12.30 Uhr
Ort: Vor der Russischen Botschaft, Wien 3, Reisnerstraße 45-47; Sammeln der TeilnehmerInnen auf dem Gehsteig und der Straße vor dem Gebäude der Russischen Botschaft; Fußmarsch um die Ecke bis vor die Russisch-Orthodoxe Kirche in der Jaurèsgasse 2; eventuell (bei größerer Beteiligung) Weiterzug über den Rennweg zum Denkmal der Roten Armee auf dem Schwarzenbergplatz
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