Investitionslust wird 2006 steigen

31. März 2006, 19:17
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Wirtschaftsforscher erwarten für heuer deutliche Ausweitung der Investitionen - Ersatzbeschaffung und Rationalisierung stehen dabei im Vordergrund

Wien - Im Jahr 2006 wird laut einer Wifo-Studie die österreichische Wirtschaft ihre Bruttoanlageinvestitionen auf breiter Basis ausweiten: Sachgütererzeuger und Bauwirtschaft wollen deutlich mehr investieren als im vergangenen Jahr. Ersatzbeschaffung und Rationalisierung stehen dabei im Vordergrund, so das Ergebnis des Wifo-Investitionstests vom Herbst 2005.

Bewegung auch am Dienstleistungssektor

Die rege Investitionstätigkeit in der Sachgütererzeugung lasse erfahrungsgemäß auf eine Ausweitung auch im Dienstleistungssektor schließen, teilen die Wirtschaftsforscher am Dienstag mit. Die Elektrizitätswirtschaft will ihre Investitionen heuer ebenfalls deutlich anheben.

Ersatz alter Anlagen im Vordergrund

Nach der zögerlichen Haltung im Vorjahr wollen die Unternehmen der Sachgütererzeugung ihre Investitionen heuer deutlich steigern (nominell +8,3 Prozent; 2005 -4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Die zentralen Motive sind der Ersatz alter Anlagen (37 Prozent der Nennungen) und Rationalisierungen (30 Prozent der Nennungen), während die Kapazitätsausweitung eher im Hintergrund steht (18 Prozent der Nennungen). Getragen wird die Investitionssteigerung von den Herstellern von Vor- und Zwischenprodukten sowie den Konsumgüterproduzenten. Die Kfz- und die Investitionsgüterindustrie wollen ihre Investitionen einschränken.

Auch im Dienstleistungssektor dürften die Investitionen 2006 steigen, so das Wifo. Erfahrungsgemäß verläuft ihre Entwicklung hier weitgehend parallel mit jener in der Sachgütererzeugung. Insbesondere gilt das für den Groß- und Einzelhandel, den Transportsektor und die Softwarebranche.

Wegen der guten Baukonjunktur wollen die Bauunternehmen heuer ebenfalls mehr investieren als im Vorjahr (nominell +7,7 Prozent). Wie in der Sachgütererzeugung dominieren Ersatzbeschaffungen (55 Prozent der Nennungen) und Rationalisierungen (28 Prozent der Nennungen) gegenüber Kapazitätsausweitungen (8 Prozent der Nennungen). Die Elektrizitätswirtschaft plant für 2006 nominell um 14,7 Prozent höhere Investitionen als im letzten Jahr. (APA)

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