Schneefälle vom Wochenende halten Lawinenwarnstufe konstant hoch

1. März 2006, 08:59
posten

Steiermark: Leichte Entspannung in den nächsten Tagen - zum Wochenende dürfte sich Lawinensituation wieder verschärfen

In der Steiermark herrscht nach den Schneefällen vom Wochenende, die mancherorts erst am Montag abflauten, Lawinenwarnstufe drei - von vier möglichen Stufen. Der Wind der vergangenen Tage hat außerdem zu einer Verfrachtung des Schnees geführt, so dass im kammnahen Gelände bereits das Gewicht einer einzelnen Person Schneebretter auslösen kann, so Albert Sudy vom Landeslawinendienst Steiermark am Dienstag.

Zum Wochenende könnte sich Lage wieder verschärfen

Die kalten Temperaturen (minus 13 bis minus 17 Grad in 2.000 Metern) in hohen Berglagen erschweren die Setzung des Schnees, weshalb beim Tourengehen so genannte "Wummgeräusche" auftreten können. Dies sind Geräusche, die entstehen, wenn man mit dem Skiern in den noch nicht gesetzten Schnee steigt. Für den Lauf der Woche sei mit einer leichten Entspannung der Lawinensituation zu rechnen, doch zum Wochenende hin dürfte sich die Lage wieder verschlechtern, so Sudy. Tourengeher sollten also Vorsicht walten lassen.

Lawineneinsatzzüge bereit

Das österreichische Bundesheer hält für etwaige Lawinenkatastrophen so genannte Lawineneinsatzzüge - in den Kasernen St. Michael und Aigen im Ennstal - bereit, die in Koordination mit der Landeswarnzentrale Steiermark formiert werden. Sollte es zu einem schweren Lawinenunglück kommen, rückt das mit spezieller Ausrüstung ausgestattete Alpinpersonal sofort zur Unterstützung der zivilen Kräfte aus. In diesem Winter kam es bisher noch zu keinem Ausrücken auf Grund eines Lawinenunglücks, wie der Pressesprecher des Militärkommandos, Oberstleutnant Gerhard Schweiger, am Dienstag gegenüber der APA erklärte. (APA)

Share if you care.