Hund bei Zwentendorf vergiftet

1. März 2006, 08:59
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WWF und NÖ Landesjagdverband warnen vor ausgelegten Ködern

In der Nähe von Zwentendorf (Bezirk Tulln) ist dieser Tage ein Hund einem ausgelegten Giftköder zum Opfer gefallen. Gerade zur kalten Jahreszeit sterben immer wieder Wild- und Haustiere qualvolle Tode, betonten der WWF und der Niederösterreichische Landesjagdverband am Dienstag in einer Aussendung. In diesem Jahr sind ihren Angaben zufolge außerdem bereits drei Bussarde und ein Marder verendet.

Legal erhältlich

Verwendet worden sei das Pestizid Furadan, "das in Österreich zwar giftscheinpflichtig, aber dennoch legal erhältlich ist", so der WWF und der Landesjagdverband. Die Organisationen setzen sich in dem gemeinsamen Projekt "Vorsicht Gift" für den Schutz von Wildtieren ein.

Großes Problem für den Tier- und Artenschutz

In den vergangenen Jahren wurden etliche Greifvögel - darunter Arten der "Roten Liste" wie See- oder Kaiseradler - aber auch zahlreiche Haustiere Opfer von Giftanschlägen. "Die Anzahl der Fälle nimmt zwar ab, Giftköder sind jedoch nach wie vor ein großes Problem für den Tier- und Artenschutz in Österreich", so WWF-Artenschutzexperte Norbert Gerstl. (APA)

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