Pornobilder-Affäre: U-Haft von obersteirischem Arzt wieder verlängert

2. März 2006, 10:31
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Dringender Tatverdacht gegen 52-Jährigen weiter aufrecht - Zahl der möglichen Opfer auf 25 erhöht

Jener 52 Jahre alte praktische Arzt aus der Obersteiermark, gegen den seit Mitte November des Vorjahres ermittelt wird, weil er angeblich pornografische Fotos von Patientinnen - darunter auch Minderjährige bzw. Unmündige - angefertigt haben soll, bleibt auch weiterhin in Untersuchungshaft. Das ergab die Haftprüfung am Montag, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, Reinhard Kloibhofer, der APA am Dienstag mitteilte.

Dringender Tatverdacht weiter aufrecht

Die Untersuchungsrichterin habe so entschieden, da der dringende Tatverdacht und die Tatbegehungsgefahr weiterhin bestehen bleiben würden. Die Entscheidung sei allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des Beschuldigten könne Beschwerde dagegen einreichen, so der Staatsanwalt.

Zahl der möglichen Opfer auf 25 erhöht

Die Zahl der möglichen Opfer ist weiter gestiegen: Inzwischen wurden rund 25 Frauen einvernommen. Einige der potenziellen Opfer haben den 52-Jährigen auch schon angezeigt. "Die Anzeigen gehen alle in Richtung Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses unter Ausnützung seiner Stellung als Arzt", erklärte Kloibhofer. Die nächste Haftprüfung wird voraussichtlich in zwei Monaten stattfinden. (APA)

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