55 Tote bei maoistischem Anschlag

3. März 2006, 14:16
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Attentat auf ein Bus von Anti-Maoisten im Unionsstaat Chhattisgarh - 20 Verletzte - US-Präsident Bush am Mittwoch auf Staatsbesuch

Neu-Delhi - Bei einem der bisher schwersten Anschläge maoistischer Rebellen im zentralindischen Unionsstaat Chhattisgarh sind am Dienstag zahlreiche Menschen getötet worden. Bei den Opfern handele es sich um Mitglieder einer von der Regierung unterstützten anti-maoistischen Gruppe, teilte die Polizei am Dienstag mit. Offenbar seien 55 Menschen getötet, 20 schwer verletzt worden. US-Präsident George W. Bush wird am Mittwoch in Indien zu einem Staatsbesuch erwartet. Die Rebellen hätten eine Mine gezündet, als die Lastwagen vorbeifuhren.

Die Opfer kamen nach Angaben der Polizei von einem Treffen, wo sie über Maßnahmen gegen die in dem Unionsstaat aktiven Maoisten beraten hatten. Die Stammesangehörigen unterstützen die Polizei und die politischen Parteien in ihrem Kampf gegen die Rebellen und sind deshalb zum Ziel der Maoisten geworden.

Kampf für Rechte der Landarbeiter

Der Anschlag ereignete sich in der Darmagura-Region im Distrikt Dantewada, die 500 Kilometer südlich der Stadt Raipur liegt. Das Gebiet ist eine Hochburg der Maoisten, die nach eigener Darstellung für die Rechte der Landarbeiter und Kleinbauern kämpfen. In den vergangenen Jahren haben maoistische Rebellen ihre Anschlagstätigkeit verstärkt.

Die Stammesangehörigen unterstützen die Polizei und die politischen Parteien in ihrem Kampf gegen die Rebellen und sind daher zum Ziel maoistischer Anschläge geworden. Ein Polizist sagte, die Stammesangehörigen seien der Gewalt müde, die die Rebellen verbreiteten. Nach offiziellen Angaben sind rund 9300 Kämpfer der Maoisten in mindestens neun der 28 Unionsstaaten und sieben Unionsterritorien aktiv. Sie kämpfen auch im benachbarten Nepal gegen die autoritäre Herrschaft des Königs und für kommunistische Regime. (APA/dpa/Reuters)

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