Umfrage: Mehrheit in 33 Ländern fürchtet nach Irak-Krieg mehr Terror

2. März 2006, 12:31
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Nutzen der Entmachtung von Saddam Hussein angezweifelt

London - Der US-geführte Krieg im Irak hat die Terrorgefahr nach Meinung einer Mehrheit in 33 Ländern erhöht. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des BBC-Rundfunks hervor. Rund 60 Prozent der Befragten in 33 Ländern sind der Meinung, dass die Irak-Invasion im März 2003 die Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen erhöht hat.

Zwölf Prozent gehen der Umfrage zufolge vom Gegenteil aus, während 15 Prozent glauben, dass der Einmarsch keine Auswirkungen auf die Sicherheit hat. Das kanadische Meinungsforschungsinstitut GlobeScan und das US Program on International Policy Attitudes (PIPA) befragte 41.856 Menschen in 35 Ländern.

In 21 Ländern sprach sich laut der Umfrage eine Mehrheit dafür aus, dass die multinationalen Truppen solange in der Region stationiert bleiben sollen, bis wieder Sicherheit eingekehrt ist. Ebenfalls in 21 Ländern herrscht die Ansicht vor, dass die Entmachtung von Staatschef Saddam Hussein ein Fehler war. Im Durchschnitt seien 45 Prozent gegen eine Entmachtung, 36 dafür gewesen.

Argentinien sei mit 74 Prozent Spitzenreiter der Kritiker, gefolgt von Spanien mit 65 Prozent und Deutschland mit 61 Prozent. In Großbritannien, dem engsten US-Verbündeten im Irak, waren 40 Prozent nachträglich gegen die Entmachtung und selbst in den USA waren es noch 32 Prozent, im Irak 23 Prozent.

Die stärksten Befürworter des Sturzes von Saddam Hussein sind der Umfrage zufolge der Irak mit 74 Prozent Zustimmung, Brasilien und Polen mit 65 Prozent, gefolgt von den USA mit 60 Prozent und Großbritannien mit 49 Prozent. (APA)

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