Wunderwuzzi Schachner in Troubles

3. März 2006, 16:25
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Auch im fünften Spiel bei 1860 München ohne Sieg: 1:2 in Freiburg

Freiburg - 1860 München hat auch im fünften Spiel unter der Regie von Walter Schachner nicht auf die Siegerstraße gefunden. Die "Löwen" unterlagen am Montag beim Ibertsberger-Klub Freiburg nach erneut schwacher Leistung 1:2 (1:1), verpassten damit die Chance, sich in der Tabelle auf Rang zehn zu verbessern. Freiburg ist dank des Sieges als Dritter in die Aufstiegsränge der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga vorgestoßen.

Für die Münchner, bei denen Ex-Rapidler Steffen Hofmann trotz leichter Leistenprobleme durchspielte und Harald Cerny nicht zum Einsatz kam, war das 1:2 in Freiburg das neunte sieglose Spiel in Folge. "Wenn man solche Fehler macht, hat man nicht mehr verdient", befand Schachner im Anschluss an das Match.

Bereits nach sechs Minuten gingen die Gastgeber, bei denen Andreas Ibertsberger im rechten Mittelfeld agierte, durch Iaschwili in Führung, der auch das 2:1 für die Freiburger besorgte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der "Löwen" hatte Agostino (24.) erzielt.

Aufstieg ade

Damit liegen die Aufstiegsambitionen der Sechziger auf Eis. Fan-Proteste und eine veritable finanzielle Krise sorgen bei den Blau-Weißen zusätzlich für Ärger. "Nun müssen wir uns umorientieren. Mit dem Aufstieg brauchen wir uns nicht mehr zu beschäftigen", sagte Manager Stefan Reuter nach der achten Saisonniederlage. Trotzdem: Obwohl die Münchner nur zwei Plätze über einem Abstiegsrang liegen, scheint die Lage nicht aussichtslos. Nach Verlustpunkten gerechnet - 1860 hat ein Spiel weniger absolviert - beträgt der Abstand zu den derzeit drittklassierten Freiburgern nur sieben Zähler.

"Man darf jetzt nicht alles schlecht reden, wir müssen uns rausziehen", meinte Schachner, der sich wie Präsident Karl Auer nach Spielschluss den Fans stellen musste. Die Anhänger hatten dem Mannschaftsbus der "Löwen" über eine Stunde lang die Ausfahrt aus dem Stadion verweigert.

Zeitgleich versuchte der Aufsichtsrat der Münchner einen Ausweg aus der finanziellen Krise zu finden. "1860 steckt in einer schweren Krise", sagte Aufsichtsratsmitglied Christian Ude. Wesentlicher Grund für die Geldnot sei der mangelnde Absatz der Business-Sitze in der Allianz Arena. Personelle Konsequenzen gebe es, so Ude, vorerst nicht.(APA)

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