Friedensgespräche kommen nicht zu Stande

19. Oktober 2006, 15:41
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Treffen zwischen Rebellen und Präsident Gbagbo wegen Sicherheitsbedenken abgesagt

Yamoussoukro - Geplante Friedensgespräche in der Elfenbeinküste sind am Montag nicht zu Stande gekommen. Rebellenführer Guillaume Soro sagte das Treffen mit Präsident Laurent Gbagbo in der Hauptstadt Yamoussoukro unter Verweis auf Sicherheitsbedenken ab.

Soro hatte nach Rebellenangaben einen Geleitschutz französischer Friedenstruppen gefordert. Sicherheitskräfte ließen Soldaten der ehemaligen Kolonialmacht nach Berichten von Augenzeugen aber nicht auf das Gelände des Konferenzzentrums vor, wo die Gespräche stattfinden sollten. Es wäre seit Beginn des Bürgerkriegs 2002 das erste Treffen zwischen den Konfliktparteien in der Elfenbeinküste selbst gewesen. Vertreter von Regierung und Rebellen kamen bislang nur im Ausland zusammen, zuletzt im Juni in Südafrika.

Die Elfenbeinküste ist seit einem gescheiterten Putsch im September 2002 in den von der Regierung kontrollierten Süden und den von den Rebellen beherrschten Norden gespalten. Seit 2003 ist ein Waffenstillstand in Kraft, die Lage bleibt aber gespannt, immer wieder kommt es zu Kämpfen. Rund 6.000 UN-Soldaten und 4.000 französische Soldaten sind in dem westafrikanischen Land stationiert. (APA/AP)

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