Jäger und Rammler

27. Februar 2006, 18:54
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Mit dem samtigen Hauch gesellschaftskritischen Witzes stolpern sieben Schauspieler in der Feydeau'schen Farce "Wie man Hasen jagt"

Wenn der Jagdjargon samt anverwandter Zweideutigkeit im fortgeschrittenen Eheleben Einzug hält, dann deutet das eine Schräglage an. Mit dem samtigen Hauch gesellschaftskritischen Witzes stolpern sieben Schauspieler in der Feydeau'schen Farce "Wie man Hasen jagt" über sie hinweg: Duchotel, von Martin Zauner liebevoll vom verbissenen Fremdgeher zum vertrottelten Büßer getragen, versucht seine Leontine (Sona McDonald) zu betrügen. Die lässt sich daher zum Rache-Gspusi verleiten; Moricet, von Peter Scholz vorwiegend schmierig gegeben, zeigt daran Interesse. So entspinnt sich ein Lustspiel über sexuelle Gier und Eitelkeit, das vom Ensemble als aberwitziger Purzelbaum (Regie: Isabella Gregor) zu seinem artgerechten Happyend geführt wird. Großartig agiert auch Bigi Fischer als Mme. Latour. (pet/DER STANDARD, Printausgabe, 28.2.2006)
Wiener Kammerspiele
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    foto: kammerspiele/ © moritz schell
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