"Der Elmayer" tanzt nicht

25. Oktober 2006, 17:02
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Mit dem Fasching munter ins Finale - Tanzschule Schäfer-Elmayer bittet zum Kränzchen in die Hofburg

Wien - Für Thomas Schäfer-Elmayer geht der Fasching munter ins Finale: Nach dem Opernball, bei dem er die Eröffnung leitete, gibt sich seine Tanzschule am Dienstag zum 85sten Male die Ehre, zum "Elmayer-Kränzchen" in die Hofburg zu bitten.

Der Buchautor, Etiketten-Ratgeber und Dancing-Star-Juror schwingt auf Bällen selber aber nicht das Tanzbein. "Ich tanze zwar wahnsinnig gerne, habe es mir aber abgewöhnt, da ich zu viele Angebote von den Damen bekomme", sagt er schmunzelnd. Zudem finde er an Ballabenden kaum Gelegenheit zum Tanzen, da er sich um Gäste und Organisatorisches zu kümmern habe.

30 Mitarbeiter

Zur Zeit, sagt Schäfer-Elmayer, arbeite er "am Limit". Aber "wir bewältigen das ohne unsere Kapazitäten erhöhen zu müssen". 30 Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen, fast alles Studenten, die sich ihr Studium mit Tanzunterricht finanzieren. 2004 erwirtschaftete "Der Elmayer" 700.000 Euro Umsatz, Tendenz steigend: "2005 haben wir ein bisschen zulegt, weil wir mehr Schüler und Aktivitäten haben."

Eine Marktlücke meint Schäfer-Elmayer mit seinen Benimmtraining-Seminaren gefunden zu haben: "Gute Umgangsformen sind wieder extrem gefragt. Ich komme kaum nach. Die Seminare sind fast schon meine Hauptaktivität geworden".

Die 1919 von Rittmeister Willy Elmayer-Vestenbrugg gegründete Wiener Traditionsschule wurde ab 1967 von Nora und Diether Schäfer-Elmayer geführt und wird seit 1987 von Thomas Schäfer-Elmayer geleitet.

Am Dienstag in der Hofburg erwartet Schäfer-Elmayer zum Jubiläum neben seinen Gästen das japanische Fernsehen. Der Kultursender NHK habe sich den Ball als Kulturvermittler zwischen Österreich und Japan ausgesucht: "Das ist eine große Ehre für uns". (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2007)

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    Thomas Schäfer-Elmayer lässt am Faschingsdienstag andere tanzen.

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