Tragik, Trotz und Träume

27. Februar 2006, 18:45
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Frances Hodgson Burnetts Kinderbuch Der geheime Garten" szenisch bearbeitet im Renaissancetheater

Als Déjà-vu in Märchenform präsentiert sich Thomas Birkmeirs szenische Bearbeitung von Frances Hodgson Burnetts Kinderbuch "Der geheime Garten", für ein Publikum ab sechs Jahren. Die klischeebehaftete Vorlage erscheint konventionell: Die eigensinnige Mary - nach einem Erdbeben in Indien verwaist - wird zu ihrem Onkel auf ein düsteres, Geheimnisse bergendes englisches Schloss gebracht.

Der Grundton der Erzählung ist heiter, schwierige Fragen werden nur oberflächlich thematisiert und bleiben unbeantwortet im Raum - und wohl auch in manchem Kinderkopf - stehen. Originelle Effekte sind es, die das Stück letztlich retten: So verwandelt sich etwa die Bühne - nach geisterhaft anmutendem Zurückschieben der Mauern - vom Schloss zum verwilderten Garten. Das junge Publikum war begeistert. Der Blick des Erwachsenen ist etwas kritischer. (sab/DER STANDARD, Printausgabe, 28.2.2006)

Renaissancetheater
7., Neubaugasse 38
bis 14. 3., 16 Uhr
01/ 521 10-500,
  • Zwischen kindlichem Trotz und großen Gefühlen: Mary (Silvia Meisterle) und Dickon (Simon Jaritz).
    foto: rita newman

    Zwischen kindlichem Trotz und großen Gefühlen: Mary (Silvia Meisterle) und Dickon (Simon Jaritz).

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