Brüssel wartet auf Anmeldung der Fusion

27. März 2006, 14:48
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Die EU-Kommission habe noch keine Hinweise auf eine Verletzung des freien Wettbewerbs erkennen können, sagte ein Sprecher

Brüssel - Die Europäische Kommission hat abwartend auf den geplanten Zusammenschluss der beiden französischen Energiekonzerne Suez und Gaz de France reagiert. Die Behörde habe in dem Fall bisher keinen Hinweis auf eine Verletzung des freien Wettbewerbs erkennen können, sagte ein Sprecher am Montag in Brüssel.

Zunächst müssten die betroffenen Unternehmen errechnen, ob sie ihre Fusion nach den geltenden EU-Regeln in Brüssel zur Genehmigung anmelden müssen. Falls dies geschehe, werde die Kommission den Zusammenschluss genauestens prüfen. Erst nach Abschluss dieser Prüfung werde sie sich zu der Sache äußern, sagte der Sprecher.

Auch zu E.ON/Endesa noch kein Kommentar

Auch zum Übernahmeplan des deutschen Energieversorger E.ON für das spanische Unternehmen Endesa, der in Spanien auf Widerstand stößt, hat die Kommission nach Angaben ihres Chefsprechers noch keine detaillierte Haltung eingenommen. Die für den Binnenmarkt, für den Wettbewerb und für Energiefragen politisch zuständigen Kommissare äußerten sich bisher nicht zu den beiden Fällen, die in mehreren Mitgliedstaaten für großes Aufsehen sorgen.

Die Kommission strebt einerseits ein Zusammenwachsen der europäischen Energiemärkte an und hofft auf Konkurrenzfähigkeit im Weltmaßstab. Andererseits soll ein hohes Maß an Wettbewerb für sinkende Energiepreise sorgen. (APA/dpa)

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