Prohaska kritisierte Hausverbote

15. März 2006, 21:51
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Austria-Legende: "Eine Ikone wie Toni Polster vom Fußball-Platz aus­zusperren, kann nur der falsche Weg sein"

Wien - Der ehemalige ÖFB-Teamchef und langjährige Austria-Spieler und -Trainer Herbert Prohaska hat die vom aktuellen Tabellenführer jüngst verhängten Hausverbote gegen Ex-Generalmanager Toni Polster, Kuratoriumsmitglied Helmut Denk sowie drei Fan-Vertreter scharf kritisiert. "Ich empfinde die Hausverbote als vereins- und rufschädigend", erklärte die Austria-Ikone ihren Standpunkt.

"In der Winterpause scheint bei der Austria Ruhe eingekehrt zu sein, zum Auftakt gegen Tirol wurde gut gespielt und gewonnen. Mit diesen Stadionverboten macht man sich jetzt wieder selbst Probleme", meinte Prohaska, der mit der Austria als Trainer je zwei Meistertitel, Cup-Trophäen sowie Supercup- und Stadthallen-Siege holte. "Gegenüber Polster wurde als Grund der laufende Prozess angegeben. Der ist aber schon seit Dezember abgeschlossen und es steht nur noch das schriftliche Urteil aus. Und außerdem läuft er ja schon länger."

"Der falsche Weg"

Die Austria-Klubführung solle laut Prohaska ihre Vorgangsweise überdenken und diese Maßnahmen ehest möglich revidieren. "Eine Ikone wie Toni Polster vom Fußball-Platz auszusperren, kann nur der falsche Weg sein. Für mich ist der Dialog immer der beste Weg, nicht ein Ausschluss", erklärte der Ex-Teamchef und forderte die Austria-Fans gleichzeitig auf, "nur friedlich zu protestieren und auf jede Gewalt zu verzichten". Auch auf Schmährufe jeglicher Art gegen Neuzugang Roman Wallner solle verzichtet werden: "Man sollte ihm eine Chance geben."

Prohaska selbst werde "immer gerne zur Austria gehen, weil das mein Verein ist, bei dem ich 18 Jahre war".(APA)

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    Schneckerl hat eine klare Meinung.

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