Vodafone erwartet geringeres Umsatzwachstum 2006/07

7. März 2006, 10:10
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Hohe Firmenwert-Abschreibungen vor allem in Deutschland

Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone rechnet im nächsten Geschäftsjahr mit einem verlangsamten Umsatzwachstum und einem leichten Gewinnrückgang im Kerngeschäft. Zugleich würden Firmenwert-Abschreibungen vor allem im Deutschland-Geschäft zwischen 23 und 28 Mrd. Pfund (33,7 bis 41 Mrd. Euro) erwartet, teilte das britische Unternehmen am Montag mit. Der Kurs der Vodafone-Aktie brach im frühen Handel um knapp vier Prozent ein.

Umsatzwachstum ohne Zu- und Verkäufe zwischen fünf und 6,5 Prozent erwartet

Im Mobilfunkgeschäft rechnet Vodafone für das am 31. März 2007 zu Ende gehende Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum ohne Zu- und Verkäufe zwischen fünf und 6,5 Prozent. Dies wäre eine Verlangsamung gegenüber diesem Jahr: Hier geht das Unternehmen von einem Wachstum in der Mitte zwischen sechs und neun Prozent aus. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Mobilfunkgeschäft ohne Japan werde im nächsten Geschäftsjahr um rund ein Prozent fallen, sagte Vodafone voraus. Hintergrund hierfür sei unter anderem ein härter werdender Wettbewerb in einigen Ländern. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ließ Vodafone jedoch unverändert.

"Je weiter der Aktienkurs sinkt, desto mehr wird er unter Druck geraten"

Analysten sagten, die trüben Prognosen dürften den Druck auf Vodafone-Chef Arun Sarin weiter erhöhen. "Je weiter der Aktienkurs sinkt, desto mehr wird er unter Druck geraten", sagte Robert Grindle von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Wegen des nachlassenden Wachstums beim Mobilfunkriesen kamen an den Märkten zuletzt immer wieder Gerüchte über eine Entlassung Sarins auf. Doch dieser betonte am Montag, er genieße die volle Unterstützung des Direktoriums. Zudem lägen die Prognosen für das nächste Geschäftsjahr im Rahmen der Analystenerwartungen.(APA/Reuters)

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