Comics zeichnen, Autos bauen, Spiele gewinnen

5. März 2006, 19:05
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Einige Nominierte des Top Talent Award

Der Europrix Top Talent Award 2005 ist ein europäischer Wettbewerb für Studierende und Starter in der Multimediabranche. Verlangt sind innovative Projekte im Bereich E-Content und Design. 2005 wurden Projekte aus insgesamt 34 europäischen Ländern eingesandt. Aus 411 Einreichungen für die acht Kategorien wurden 22 Projekte nominiert, darunter fünf aus Österreich. Die Verleihung wurde auf die Zeit der österreichischen Ratspräsidentschaft verlegt und findet erst jetzt am 4. März im Heeresgeschichtlichen Museum im Wiener Arsenal statt.

Unter den Nominierten ist zum Beispiel: Neon Racer von der Fachhochschule Hagenberg. Eine intuitive Schnittstelle wird in die Spielsituation integriert. Der Einsatz von virtuellen Elementen ist auf ein Minimum reduziert, nur Fahrzeuge, Checkpoints und Extras werden angezeigt. Die Rennstrecke kann der Spieler selbst durch Platzieren beliebiger realer Gegenstände auf der Tischoberfläche gestalten und nach Bedarf verändern. "Die realen Objekte beeinflussen das virtuelle Spiel, indem sie Hindernisse für die Fahrzeuge darstellen. Die Spieler müssen damit sowohl in der virtuellen als auch in der realen Welt Geschick beweisen, um ihre Gegner zu besiegen", so die Fachhochschule Hagenberg.

Aus England kommt das Projekt Mirror Space: ein Gesicht wird auf eine Leinwand projiziert, kombiniert mit Daten. Die Projektion ändert ihre Position und ihre Dimension je nach Verhalten des Users. Was damit gezeigt werden soll, scheint auf der Hand zu liegen: der Einfluss des Menschen auf die Schnittstelle zum Computer, zum so genannten "human-machine interface".

Besser versteigern

In Deutschland wurde Supreme Auction entwickelt, eine bereits ausgezeichnete Software, "mit der nun jeder Nutzer ohne Vorwissen und ohne Installation einer teuren Software mit einer von eBay zertifizierten Onlinelösung professionelle Auktionen kreieren kann".

An der Fachhochschule Salzburg schließlich wurde der Smart Car Demonstrator entwickelt, der es Usern ermöglicht, ihr Traumauto am Computer selbst zu basteln. Aber nicht ohne "mit dem Auto interagieren" zu können und die getroffene Wahl auch zu testen.

Und aus Slowenien kommt der Strip Generator, der jedem ermöglicht, seinen ganz persönlichen Comic-Strip am PC zu kreieren. Hier sind keine großen Zeichenkünste mehr nötig, nur ein intuitiver Umgang mit dem Medium Internet. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27. 2. 2006)

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