Mixen und mengen

5. März 2006, 18:46
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Gemeinsam sind sie stark: Gemenge aus Metallen weisen oft größere Härte, Zähigkeit und Beständigkeit gegen Korrosion (Rost) auf als die einzelnen chemischen Elemente.

Klassische Legierungen sind Bronze (Kupfer plus Zinn) und Messing (Zink plus Kupfer). Schon seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. wurden Schmuck und Kunstgegenstände aus Messing gefertigt. Heute wird Messing aufgrund der hohen elektrischen Leitfähigkeit unter anderem in Antennen, Steckern und Hohlleitern verwendet.

Amalgame sind Legierungen mit einer Basis aus Quecksilber. Mit dem Zusatz von Silber sind Amalgame aus der Zahnmedizin (kostengünstige Füllungen) bekannt.

Nickelbasislegierungen sind extrem hitzebeständig und werden deshalb u. a. zur Herstellung von Heizleitern verwendet. Als magnetischer Schirm dient Silberblech (Eisen-Nickel-Legierung).

Aluminiumlegierungen erhalten je nach gewünschten Eigenschaften Zusätze aus Mangan, Magnesium, Kupfer, Silizium oder Zink. Aus ihnen werden Knet-oder Gusswerkstoffe gefertigt, die dann zum Beispiel zu Bändern, Blechen, Rohren sowie Drähten verarbeitet werden.

Titanlegierungen werden vor allem in der Luft- und Raumfahrttechnik verwendet: für Rotoren, Verkleidungen, Triebwerke und Fahrgestelle. (harl/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27. 2. 2006)

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